Am Donnerstag ist es soweit: Mit reichlich Verspätung wird die EZB die Zinsen in Europa erhöhen. Gleichzeitig laufen weiterhin erschreckende Inflationszahlen über den Ticker. So stieg die Teuerung im Euroraum im Juni auf ein neues Rekordniveau von 8,6%:

Inflation Euroraum, Quelle: TimmInvest, Bloomberg

Die Inflation im Juni wird in erster Linie vom Anstieg der Energiepreise getrieben, die sich um 42% verteuerten. Bitte beachten Sie: Diese Zahlen beziehen sich immer auf das Vorjahr! Die Jahresteuerung ohne Energie lag bei “nur” 4,9%.

Es gibt gute Chancen, dass dieser steile Aufwärtstrend bald beendet ist. So ist beispielsweise der Preisanstieg beim Öl gestoppt. Brent-Öl wird zur Zeit bei ca. 104,65 US-Dollar pro Fass gehandelt. Das sind ca. 33% unter dem 52-Wochenhoch von 139 US-Dollar. Im Juni notierte das Brent-Öl noch bei ca. 120 US-Dollar.

Die entscheidende Frage für den Donnerstag ist, ob die EZB die Zinsen um 0,25% oder gar um 0,50% anheben wird. Die Frage relativiert sich allerdings schnell, sobald man sich den Chart für die Rendite 2-jähriger Bundesanleihen anschaut:

Rendite 2-jähriger Bundesanleihen, Quelle: TimmInvest, Bloomberg

Die Renditen haben sich seit Juni fast halbiert! Eine Rendite über die Laufzeit von zwei Jahren von derzeit 0,59% lässt nicht gerade auf stetige und hohe Zinssteigerungen der EZB in den nächsten zwölf Monaten schließen. Selbst wenn am Donnerstag der Einstieg mit einem Zinsschritt von 0,5% Anstieg eingeläutet wird,… geht der Markt aktuell nicht davon aus,… dass es in mehreren Schritten dieser Größenordnung weitergeht. Dabei ist zu beachten, dass wir beim momentanen Guthaben Zins von -0,5% (!) erst einmal die Nulllinie überqueren müssen!

Mit den fallenden Rohstoffpreisen sind auch die Konjunkturerwartungen weltweit gesunken. Die US-Zinsstrukturkurve ist inzwischen invers. Dort wird eher mit einer Rezession als mit einer inflationstreibenden, überhitzten Konjunktur gerechnet. Und genau das ist ja das Ziel der Notenbanken: Die Nachfrage zu drosseln, um die Preise stabil zu halten.

Zusätzlich kümmert sich die europäische Politik zur Zeit darum, die preistreibende Abhängigkeit beim Bezug von Erdgas in Europa und speziell in Deutschland zu minimieren.

Zusammengefasst wächst damit die Chance, dass die Inflation bald wieder sinkt.

Insofern kann man dem kommenden Donnerstag mit Gelassenheit entgegensehen. Es bleibt also dabei, mit erhöhter Aktienquote von der weiteren Erholung des Aktienmarkts zu profitieren.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Restwoche und immer einen schönen Platz im Kühlen!

Planmäßiges Datum nächster Blog:  Freitag, 22. Juli


WKN: A2QCXX        ISIN:DE000A2QCXX0180

180-Tage-Volatilität:    DAX: 25,20%   Fonds:  11,30% (per 19.07., Quelle Bloomberg)

Synthetische Aktienquote: 60,4%  (per 19.07., 14:22 Uhr, Quelle TimmInvest)

VAR Auslastung: 51,16% (per 18.07., Quelle Universal Investment)


Wertentwicklung und Performance-Kennzahlen:

Performance TimmInvest Europa Plus Fonds


Anteilwert Entwicklung:

Ausschüttung:

14.12.2021:    €112,86

15.12.2021:    €109,15        (nach Ausschüttung von €4,00)

Jahresanfang:

03.01.2022: €110,30

Zuletzt:

04.07.2022: €101,30

05.07.2022: €100,19

06.07.2022: €101,10

07.07.2022: €102,22

08.07.2022: €102,53

Wochenende

11.07.2022: €102,14

12.07.2022: €102,36

13.07.2022: €101,67

14.07.2022: €100,66

15.07.2022: €101,98

Wochenende

18.07.2022: €102,54

Quelle: Universal Investment

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